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CD-Single Kinderstube

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Liederzyklus von Modest Mussorgsky
Jede CD wurde von einem österreichischen Volksschulkind individuell bemalt und ist ein Unikat.

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Beschreibung

 

Liederzyklus von Modest Mussorgsky
Jede CD wurde von einem österreichischen Volksschulkind individuell bemalt und ist ein Unikat.

Elisabeth Kulman, Mezzosopran
Kirill Gerstein, Klavier

Preiser Records 2012

Elisabeth Kulman „stürzt sich hinein in das Kindsein, mit Flunsch und Spott, durchtrieben, verzweifelt, neugierig, ängstlich, Miene und Körper und Stimme sind eins. Die Leute lachen Tränen, und das sicher nicht nur, weil die junge Mezzosopranistin ein singuläres Talent zur Komik hat“, jubelte „Die Zeit“ im September 2012 über ihre Interpretation von Modest Mussorgskys „Kinderstube“. Ihre Affinität zum Russischen und die Faszination für die innovative Musiksprache des Komponisten konnte Elisabeth Kulman ja bereits bei ihrer vielgelobten CD „Mussorgsky Dis-Covered“ beweisen. Nun widmet sie sich gemeinsam mit dem Pianisten Kirill Gerstein diesem einzigartigen Liederzyklus – und damit der psychologisch raffinierten und gleichzeitig wertschätzend-liebevollen Einfühlung in die Kinderseele, wie sie nur Mussorgsky, selbst zeitlebens ein Enfant terrible, als Komponist und Dichter in Personalunion gelingen konnte. Ob beim Spielen oder Scherzen, im Staunen oder Bangen, stets sind seine mit Hingabe und präzisem Verständnis gezeichneten Kinder „Menschen mit ihrer eigenständigen kleinen Welt und keine unterhaltsamen Puppen“ (Mussorgsky an W. Stassow).

5 Bewertungen für CD-Single Kinderstube

  1. Attila Csampai

    Attila Csampai – 2013/12/07:

    8/12 stereoplay.de
    Die eigene Welt des Kindes
    Vor zwei Jahren sorgte Elisabeth Kulman, Österreichs interessanteste Sängerin, zum ersten Mal für Furore, als sie sich auf ihrer ersten CD mit Mahler-Liedern nicht von einem Pianisten, sondern von einer rustikalen „Wirtshaus“-Combo aus Akkordeon, Geige, Cello und Kontrabass begleiten ließ, und so mit berückender Intensität zu den musikalischen Wurzeln von Mahlers Musik vordrang (Material Records). Danach suchte und fand sie im Liedschaffen des „versoffenen Genies“ Modest Mussorgsky ein Ventil für ihre unbändige Ausdruckskraft und tat sich dazu mit vier Wiener Jazzern zusammen (Preiser).
    Auf ihrem neuen Album, einer nur 17 Minuten langen CD-Single, ist sie zu ihrem klassischen Kanon zurückgekehrt und hat mit dem ähnlich weltoffenen russischen Pianisten Kirill Gerstein ein weiteres vernachlässigtes Juwel Mussorgskys so intensiv wiederbelebt, dass man sich für Augenblicke wirklich zurückgeführt fühlt in die völlig eigene Fantasie- und Erlebniswelt eines Kindes – im konkreten Fall: in die Welt eines wohlbehüteten Kindes im 19. Jahrhundert. Man muss nicht mal des Russischen mächtig sein, das die Kulman freilich perfekt beherrscht, um sich anstecken zu lassen von der Intimität, dem psychologischen Raffinement und dem hermetischen Zauber, den Mussorgsky in seinem Liedzyklus „Kinderstube“ auf engstem Raum eingefangen hat.
    Diese sieben Miniaturen bergen die Essenz seiner revolutionären musikalischen Ästhetik und eines völlig neuartigen Realismus, und sie sind zugleich die schönste, liebevollste Manifestation einer von der Erwachsenenwelt losgelösten, eigenen Lebenswirklichkeit. Elisabeth Kulman meistert diese entzückenden Mini-Szenen mit einem entwaffnenden Totaleinsatz, mit feinem Humor und einer gestalterischen Souveränität, die deren psychologische Wahrhaftigkeit und auch Mussorgskys geniales Gespür für diese „eigenständige kleine Welt“ deutlich werden lassen.
    Doch damit nicht genug: Auf der freien Rückseite dieser Charity-Edition (zugunsten der St. Anna Kinderkrebs Forschung) haben sich tausend Wiener Schulkinder mit Pinsel und Filzstift künstlerisch verewigt. Das heißt, jeder Käufer dieser CD erhält ein echtes Unikat und spendet für einen guten Zweck: Mus­sorgskys Botschaft erfährt so eine wirklich sinnvolle Aktualisierung.

  2. Opernglas

    Opernglas, Februar 2013 – 2013/10/07:

    Man muss also nicht unbedingt des Russischen mächtig sein, um sich anstecken zu lassen von der Intimität, dem psychologischen Raffinement, der ganz eigenständigen Fantasiewelt und dem Zauber, den Modest Mussorgsky, selbst ewig das “enfant terrible” der russischen Musikszene, in seinem Liedzyklus “Kinderstube” auf engstem Raum eingefangen hat. Diese sieben Miniaturen bergen die Essenz seiner revolutionären Ästhetik, und sie sind zugleich die schönste, liebevollste Manifestation einer von der Erwachsenenwelt losgelösten eigenen Lebenswirklichkeit. Österreichs Mezzo-Star Elisabeth Kulman hat diese entzückenden Mini-Szenen jetzt mit dem russischen Pianisten Kirill Gerstein neu interpretiert und wie schon auf ihrer ersten Mussorgsky-CD mit unwiderstehlicher Intensität und fesselnder gestalterischer Souveränität eine neue Referenzmarke gesetzt. Doch damit nicht genug. Auf der freien Rückseite dieser Charity-Edition (für die St. Anna Kinderkrebsforschung) haben sich tausend Wiener Schulkinder künstlerisch verewigt. Das heißt, jeder Käufer dieser CD erhält ein Unikat und spendet für einen guten Zweck: Eine überzeugendere Aktualisierung der humanen Botschaft dieser Musik lässt sich kaum vorstellen.

  3. Johanna Schubert

    Johanna Schubert – 2013/05/17:

    KLASSIK.COM, 17. Mai 2013

    Musikalische Erzählkunst

    Elisabeth Kulman und Kirill Gerstein haben sich für einen wohltätigen Zweck Mussorgskys ‘Kinderstube’ gewidmet und dabei eine spannende Interpretation auf CD gebannt.

    Diese Aufnahme von Modest Mussorgskys Liederzyklus ‘Kinderstube’ ist etwas Besonderes. Die Laufzeit der CD beträgt zwar nur 17 Minuten, die wissen die Mezzosopranistin Elisabeth Kulman und ihr Klavierbegleiter Kirill Gerstein allerdings reich mit musikalischem Inhalt zu füllen. Darüber hinaus lässt sich mit dem Erwerb der CD auch noch etwas Gutes tun, denn der Reinerlös geht jeweils an eine ausgewählte Wohltätigkeitsorganisation – ‚zugunsten von Kindern in aller Welt‘, wie es im Booklet heißt. Das Cover ist ausgesprochen liebevoll gestaltet, mit einer künstlerischen Fotografie von Julia Wesely auf der Vorderseite und einem individuellen Kinderbild auf der Rückseite, jede CD zu einem Unikat machend.

    Trotz des kindlichen Sujets des Liederzyklus fordert Mussorgsky der Sängerin einiges an technischem Können ab. Die Österreicherin Elisabeth Kulman, zunächst Sopranistin, vollzog 2004 einen Fachwechsel und ist seither als Mezzosopranistin erfolgreich. Im Jahr 2011 rückte sie ins Rampenlicht, als sie in einer Produktion der Wiener Staatsoper von Donizettis ‘Anna Bolena’ neben den Superstars Anna Netrebko und Elina Garanca in einer Nebenrolle auftrat. Was gesangstechnische Fähigkeiten, musikalisches Ausdrucksvermögen und Facettenreichtum der Stimme betrifft, steht sie keineswegs hinter den genannten Sängerinnen zurück. Elisabeth Kulman und der Pianist Kirill Gerstein, ebenfalls ein Großer seines Faches, beherrschen ihr musikalisches Handwerk so hervorragend, dass sie dieses Werkzeug nach Belieben im Dienste des Ausdrucks einzusetzen wissen.

    Bei den Subjekten der ‘Kinderstube’ handelt es sich um ein Kind und dessen Kindermädchen. Es werden Alltagserlebnisse besungen, die durch Kinderaugen hindurch betrachtet plötzlich an Bedeutung gewinnen. Die beiden Musiker haben das dramatische Potential dieses Sujets erkannt und kosten es mit unvoreingenommener Spielfreude aus. Sie nehmen die kindliche Gedankenwelt ernst und vermitteln sie dem Zuhörer in einer spannenden dramatischen Erzählung.

    Kulman und Gerstein wählen dazu einen eher ‚trockenen‘, unsentimentalen Grundgestus, um davon ausgehend mit Liebe zum Detail im Ausdruck zu modulieren. Das unkonventionelle Sujet der Lieder erlaubt es ihnen, auch unkonventionelle Mittel zum Einsatz zu bringen, etwa das Imitieren der Kinderstimme, dem Elisabeth Kulman beispielsweise in ‘Vor dem Schlafengehen’ den Part der Njanjuschka durch ein plötzliches Ausweichen in einen opernhaften Gestus gegenüberstellt. Darüber hinaus beweist sie Mut zur Abkehr vom Diktat des Schöngesangs im Sinne realistischer Kunst, wenn sie z. B. in ‘Mit der Njanja’ vom bösen Gnom erzählt oder in ‘Kater Matrose’ Phrasen in einem Schluchzen verebben lässt.

    Kirill Gerstein malt die Stimmungsbilder des Geschehens mit viel Feingefühl am Klavier aus, wobei er durch rhythmische Akkuratesse, ausgefeilte dynamische Differenzierung und intelligente Phrasierung Spannungsbögen aufbaut und Akzente setzt, welche im Zusammenspiel mit Elisabeth Kulmans musikalischer Erzählkunst eine stimmige und spannende Gesamtinterpretation ergeben.

    Diese Aufnahme dürfte allen Freunden des Liedgesangs besonders zu empfehlen sein, denen an einer interessanten Interpretation gelegen ist. Denn diese etwas spröde Musik birgt viele gestalterische Möglichkeiten, wie sie Elisabeth Kulman und Kirill Gerstein erkannt und nicht ungenutzt gelassen haben. Das ist wahre musikalische Erzählkunst.

  4. Wilhelm Sinkovicz

    Wilhelm Sinkovicz – 2012/12/21:

    DIE PRESSE/Schaufenster, 20. Dezember 2012

    Mussorgksy: Für Kinder und Kenner
    Mussorgskys „Kinderstube“ für einen guten Zweck.

    Der erste Teil des Titels – „für Kinder“ – ist in diesem Fall doppelsinnig zu verstehen. Zum einen haben die Künstler dieser Novität beschlossen, den Reinerlös der Single-CD der Kinderkrebsforschung zu widmen. Was an Geld eingespielt wird, kommt dem St.-Anna-Spital in Wien und dessen Forschungstätigkeit zugute. Gleich 1000 Wiener Schulkinder haben sich aus diesem Anlass bereitgefunden, an der Gestaltung der CD mitzuwirken. Sie haben höchst unterschiedliche Coverbilder gezeichnet und gemalt. Die kleinen Kunstwerke fanden auch Verwendung, und zwar auf sehr spezielle Weise: Jedes kam nur ein Mal zur Verwendung. Damit stellt auch jede der CDs ein Unikat dar. Wir bilden hier die neutrale Seite des Covers ab, das bei allen Exemplaren gleich ist.
    Sammlertauschbörse. Vielleicht trifft man sich bald, damit die jeweils gesuchten Bilder in die richtigen Hände kommen. Das wäre ein aparter Nebeneffekt dieses Benefizprojekts, das eine bemerkenswerte künstlerische Seite hat. Jedenfalls enthält die CD-Single eine exzeptionelle Aufnahme des originellen Liederzyklus „Kinderstube“ von Modest Mussorgsky, in dem der (von ihm selbst gedichtete) Text und die Musik nicht die notorischen Klischees bemühen, sondern die vielschichtigen Fantasien, die geträumten und die wirklichen Abenteuer (und Ängste) der Steckenpferdritter und Prinzessinnen auf dem Söller zum Klingen bringen (und kommentieren).
    „Kindliches“ Gesamtkunstwerk. Mussorgsky gibt damit eines der vielen Beispiele seiner einzigartigen Stellung in der Musikgeschichte, denn er vermeidet jeden Anklang an Dagewesenes, erfindet Formen und Gestalten völlig unabhängig und neu. Bekanntes ist lediglich in Anklängen und Echos zu finden. Elisabeth Kulman (oben im Bild) singt sieben Lieder eloquent und gewinnt ihrer schönen Stimme auch ironische Nuancen ab. Kirill Gerstein gestaltet den Klavierpart entsprechend lebendig. Ein weiterer Baustein in der Diskografie der vielseitigen und klugen österreichischen Künstlerin, die auf ihrer Website als Zugabe auch einen verschmitzt gestalteten Videoclip zu einem der Lieder (dem zauberhaft frechen „Abendgebet“) präsentiert, in dem sie selbst mehrere Rollen verkörpert. Die CD selbst, wie gesagt eine „Single“, enthält nicht mehr als 17 Minuten Musik – und ist dank der Mitwirkung der jungen Covergrafiker ein kleines, „kindliches“ Gesamtkunstwerk, für einen guten Zweck, notabene. So kommt sie gerade recht als spezielles Weihnachtsgeschenk.

  5. Volker Hagedorn

    Volker Hagedorn – 2012/11/20:

    DIE ZEIT, 13.9.2012

    … Musik löst keine Probleme.
    Sie vollbringt aber Wunder, wie die sensationelle Einspringerin Elisabeth Kulman mit Mussorgskis Zyklus Kinderstube zeigt. Um 1870 komponiert, kommen die Lieder aus einer versunkenen Welt, dem Zarenreich, es geht um einen kleinen Mischa, der eine Amme hat. Der Komponist hat die Texte selbst geschrieben und vertont, artifiziell kindhaft, nicht kitschig. Kulman stürzt sich hinein in das Kindsein, mit Flunsch und Spott, durchtrieben, verzweifelt, neugierig, ängstlich, Miene und Körper und Stimme sind eins – und doch ist da haarfein auch das Bewusstsein der historischen Distanz, die hier überbrückt wird. Die Zeit wird durchsichtig und verschwindet.
    Kulman spricht perfektes Russisch, den letzten Schliff hat ihr der Pianist Kirill Gerstein verpasst, und wie das im Saal ankommt, ist eine Wucht. Denn viele hier haben russische Wurzeln, es ist, als bekämen die nun wieder Wasser, die Leute lachen Tränen, und das sicher nicht nur, weil die junge Mezzosopranistin ein singuläres Talent zur Komik hat. Da sie auch die melancholisch innige Erotik erfasst, die in Claude Debussys Gesängen der Bilitis liegt, bis hin zur Metaphysik der Liebe, wird klar: Hier hat sich ein zwar nicht mehr unbekanntes, aber noch gänzlich unverbrauchtes Talent auf eine Weise entfaltet, die vor verwöhnt abwartenden Hörern unmöglich wäre. …

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