CD Mussorgsky Dis-Covered

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Preiser Records Vienna 2010

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Beschreibung

 

72:27 Minuten
Preiser Records Vienna 2010

Elisabeth Kulman, Mezzosopran
Tscho Theissing, Geige, Konzept, Arrangements
Arkady Shilkloper, Horn
Miki Skuta, Klavier
Georg Breinschmid, Kontrabass

„HOLY CRAP IS IT GOOD! You’ve got to hear this one!“ (The Art Music Lounge)

„Der klassische Mezzo und die Jazzmusiker ergänzen sich wunderbar in ihrem Groove. Mussorgsky wird so mit seinen Liedern wie neu arrangierten Instrumentalstücken aus seiner Kunstwelt herausgeholt – und doch in keinem Ton an das Crossover verraten.“ (Die Welt)

„Mit Mussorgsky teilt die österreichische Mezzo-Diva Elisabeth Kulman nicht nur die Fähigkeit zur Darstellung zerrissener Seelenlagen. Auf ihrer CD ‚Mussorgsky Dis-Covered‘ entfaltet sie ein Gefühlsspektrum, das die Grenzen herkömmlicher Liedinterpretationen sprengt.“ (klassik.com)

4 Bewertungen für CD Mussorgsky Dis-Covered

  1. Manuel Brug – Die Welt

    5 von 5 Punkten *****
    Auf der neusten Kulman-Scheibe gibt es ebenfalls diesen, neugierigen, frischen Zugang zu einem vertraut scheinenden Komponisten. Diesmal führt sie mit vier Mann höchst vitaler, ja rauer Begleitband Modest Mussorgsky auf seine russischen Wurzeln zurück. War der doch stets derjenige unter den arrivierten Tonsetzern, der sich am stärksten ein erdiges Volksidiom bewahrt hatte. Das wird hier durch Umorchestrierungen, Beschleunigungen, eine sehr schöne Art von gestischem Singen überdeutlich. Der klassische Mezzo und die Jazzmusiker ergänzen sich wunderbar in ihrem Groove. Mussorgsky wird so mit seinen Liedern wie neu arrangierten Instrumentalstücken aus seiner Kunstwelt herausgeholt – und doch in keinem Ton an das Crossover verraten.

  2. Peter Jarolin – Kurier

    5 von 5 Punkten *****
    Theissing und seine (wie er selbst) brillanten Musiker sowie die Mezzosopranistin Elisabeth Kulman haben Mussorgsky neu erfunden: Packend, klug und grandios.

  3. Martin Schuster – Concerto

    5 von 5 Punkten *****
    Dem russischen Querdenker und Neuerer Modest Mussorgsky (1839-1881) setzen die Mezzosopranistin Elisabeth Kulman, der Wiener Violinist Tscho Theissing, von dem die Projektidee kam, sowie drei weitere Virtuosen (Georg Breinschmid – Kontrabass, Miki Skuta – Klavier und Mussorgskys Landsmann Arkady Shilkloper – Horn) ein Denkmal besonderer Art: Sie nehmen einige seiner Liedkompositionen wie “Gopak”, “Svetik Savishna” oder das bekannte “Lied des Mephistopheles in Auerbachs Keller” und loten in sehr freien, ja frechen Bearbeitungen ihr Potential aus. Dabei wird nicht mit Anspielungen (auch aus Opern- und Orchesterwerken Mussorgskys) gespart: wähnt man sich als Hörer gerade noch recht nahe am Original, geht das Ensemble plötzlich “um die Ecke” in Richtung Gypsy-Swing, Czardas oder Groove. Äußerst angenehm fällt auf, wie stimmungs- und geschmackvoll das virtuose Ensemble agiert – ein spannendes Pendeln zwischen komponierten und improvisierten Anteilen ist das Resultat.

  4. Christiane Franke – klassik.com

    Moderner Mussorgsky
    Die Mezzosopranistin Elisabeth Kulman zeigt, dass sich Klassik und Jazz ideal verbinden, und holt damit Mussorgskys Lieder aus der Versenkung.
    Mit Mussorgsky teilt die österreichische Mezzo-Diva Elisabeth Kulman nicht nur die Fähigkeit zur Darstellung zerrissener Seelenlagen. Auf ihrer CD ‚Mussorgsky Dis-Covered‘ entfaltet sie ein Gefühlsspektrum, das die Grenzen herkömmlicher Liedinterpretationen sprengt. Entscheidenden Anteil daran haben auch die Musiker an ihrer Seite. Arkady Shikloper (Horn), Miki Skuta (Piano), Georg Breinschmid (Bass) und Johannes ‚Tscho’ Theissing. Letztgenannter ist ein brillanter Violinvirtuose und Komponist, stilistisch beheimatet dort, wo Klassik und Jazz aufeinandertreffen. Doch beide Richtungen dienen nur als Mittel, um auszudrücken, was sich vielleicht im Kopf Mussorgskys abspielte, als er diese Lieder schrieb. Wer diese Einspielung hört, will es glauben.
    Zerzauster Bart, wirrer Kopf, die rote Schnapsnase im aufgedunsenen Gesicht, nur der Blick klar, fragend, prüfend. Ohne Scheu zeichnet das russische Musikarchiv dieses Bild von Modest Mussorgsky (1839–1881) im Porträt. Unter den Künstlern des sogenannten Mächtigen Häufleins war er wohl der originellste, kühnste, genialste, aber als Autodidakt auch der angreifbarste. Die Kunst war für ihn ein Mittel, ein Gespräch zu führen, sein Ziel, das Vergangene im Gegenwärtigen darzustellen.
    Genau da setzt Tscho Theissing an. Aus den 65 Liedern Mussorgskys wählt er sieben im Charakter grundlegend unterschiedliche Lieder aus, darunter Mephistos Flohlied und Teile aus den Zyklen ‘Lieder und Tänze des Todes’ sowie ‘Kinderstube’. Den originalen Klavierpart arrangiert er nicht nur für die ungewöhnliche Besetzung, sondern führt sie weiter, variiert, improvisiert, um Atmosphäre und Charaktere scharf zu zeichnen, Stimmungen einzufangen und viel Raum zu schaffen für phantastische expressive Klanggeschichten.
    Weitere sieben Titel auf der CD basieren auf Themen aus Oper, Ballett und Klaviermusik von Mussorgsky, die aufgrund ihres Bekanntheitsgrades Neugier im Hörer wecken, wie Theissing sie wohl weiterentwickeln wird. Die Summe von Theissings Beschäftigung mit diesem Komponisten gipfelt in ‘Modest Reflections’, ein zunächst überaus traditionell gefasster Dialog der Musiker untereinander in Form von Rede, Nachrede, Frage und Antwort, den alle Beteiligten im Stil freier Jazz-Improvisationen fortführen.
    Theissings Auffassung von Mussorgskys Musik heute bietet der Künstlerin in Elisabeth Kulman ein ideales Spielfeld, die Wandlungsfähigkeit und den Nuancenreichtum ihrer Stimme auszubreiten und mit klassischer Note und mit ihrem der Schwermut russischer Diktion so anverwandtem Timbre frei zu improvisieren. Doch keineswegs um ihrer selbst willen. Ganz im Sinne Mussorgsky folgt sie den vorgegebenen Melodien im Dialog mit den Stimmen, die ebenso den Dialog untereinander führen, haucht, zirpt, tänzelt im Volkston, in herrlichen Cantilenen und weiteren Spielarten der Klangerzeugung, um Szenen zu beschreiben und Geschichten zu erzählen.
    Auch wenn man davon überzeugt ist, ohne Russischkenntnisse die Lieder von Kulman zu verstehen, kann man im Booklet die Liedtexte nachlesen. Eher spärlich sind die Angaben zu Komponist und Künstler, dafür umfangreich die Bilder. Sie führen dem Betrachter klar vor Augen, dass Elisabeth Kulman und ihre Musiker hier voll in ihrem Element sind. Für Menschen, die große Opernstimmen und Jazz und die schwere Leichtigkeit russischer Musik mögen, absolut zu empfehlen.
    Interpretation: ****
    Klangqualität: ****
    Repertoirewert: ****
    Booklet: ***

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